Leistungswille und Rittigkeit zeichnen die Ponys aus den Walliser Bergen - die Welsh Mountain Ponys - aus. Das im Osten an England und im Westen an die irische See grenzende Zuchtgebiet ist die Heimat einer bodenständigen Ponyrasse, die wie alle britischen Ponys eine bis in die Keltenzeit reichendende Tradition hat. Bereits bei den Römern waren sie als wendige, kleine und flinke Pferde berühmt und bei dem vor fast tausend Jahren entstandenen Teppich von Bayeux, der von der Eroberung Englands durch die Normannen berichtet, lassen sich deutliche Ähnlichkeiten der abgebildeten kleinen Pferde mit den heutigen Welsh-Ponys feststellen.
Das vorwiegend als Reitpferd für die Schafhirten der Waliser Berge genutzte Pony wurde im Laufe der Jahrhunderte vielfach mit orientalischen Hengsten gekreuzt, um Größe und Eleganz zu verbessern. Ähnlich wie die Shetland-Ponys waren sie begehrte Grubenpferde im vorigen Jahrhundert. Ebenso beliebt waren sie als elegante Kutschpferde und kleine Jagdpferde für die Kinder der britischen Grundbesitzer. Der Cob, als größter Vertreter der Welsh-Zucht, war als Tragpferd, aber auch als gängiger Einspänner oder als Reitpferd sehr verbreitet.
Im Jahre 1901 wurde die "Welsh Pony and Cob Society" gegründet, mit der Zielsetzung, dieses alte Kulturgut zu bewahren und durch die Einteilung in verschiedenen Sektionen eine züchterische Systematik zu erreichen. Die durch Einkreuzung und Selektion unterschiedlich gezüchteten Typen wurden im Hinblick auf Abstammung, Größe und Blutführung in verschiedene Sektionen eingeteilt. Im Jahre 1960 wurde das Zuchtbuch geschlossen, so dass nur noch mit Zuchtpferden gezüchtet werden konnte.
